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von Marc Konieczny

Wahlmanagement

Wie Unternehmerfamilien die Führungspersönlichkeit finden, die ihr Unternehmen tragen kann

I. Kapitel

Fremdmanagement oder Wahlmanagement

Wenn Familienunternehmen externe Führung suchen, sieht es zunächst aus wie ein normaler Suchprozess. Man definiert ein Profil, beauftragt eine Suche, spricht Kandidaten an und entscheidet sich. Über die Jahre habe ich gelernt, dass diese Vorstellung täuscht. Die Suche nach einer Führungspersönlichkeit für ein Familienunternehmen ist eine unternehmerische Entscheidung von hoher Tragweite, und sie fällt oft an einer anderen Stelle, als man denkt.

Schon das Wort Fremdmanagement trägt eine Hypothek. Es stellt Distanz in den Vordergrund, wo es um Nähe und Passung geht. Fremdheit verlangt Kontrolle, und Kontrolle wird zum Ausgangspunkt einer Beziehung, die auf Vertrauen beruhen müsste. Wahlmanagement meint etwas anderes. Eine Unternehmerfamilie sucht die eine Führungskraft, die sie bewusst auswählt und der sie über Jahre verbunden bleibt. So verstanden ist externe Führung gewählt und verankert. Das ist mehr als ein Wortspiel. Es verändert, wie eine Familie auswählt und wie sie die ersten Jahre begleitet.

II. Kapitel

Warum Wahlmanagement strategische Notwendigkeit ist

Für viele Familienunternehmen ist Wahlmanagement keine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit. Die Gründe liegen selten im Unternehmen, meist in der Familie. Längst nicht jede Generation bringt eine Person hervor, die das Unternehmen führen kann oder will. Lebensentwürfe verschieben sich, berufliche Interessen gehen auseinander, und die Anforderungen an Führung wachsen oft schneller, als eine Familie Nachfolger heranbilden kann.

Zugleich wollen viele Eigentümer ihr Unternehmen im Familienbesitz halten, auch wenn sie die operative Führung abgeben. Wahlmanagement eröffnet diese Möglichkeit. Das Eigentum bleibt bei der Familie, während die Führung an eine Persönlichkeit übergeht, die fachlich und kulturell zum Unternehmen passt.
Diese Chance ist allerdings nur real, wenn die Voraussetzungen stimmen. Die Eigentümer müssen sich über ihre Ziele einig sein, ihre künftige Rolle kennen und wissen, wie Entscheidungen nach der Übergabe in der Praxis getroffen werden. Sie müssen bereit sein, Verantwortung zu teilen, ohne sie aufzugeben. Das ist für viele ungewohnt.

Ein Familienunternehmen der zweiten Generation stand vor der Frage, ob die dritte Generation die Führung übernehmen soll. Zwei der drei Kinder des Gründers arbeiteten im Unternehmen, keines von ihnen wollte die alleinige operative Verantwortung tragen. Nach einem langen Klärungsprozess innerhalb der Familie entstand ein neues Modell. Die Familie übernahm die Gesellschafterrollen und besetzte den Beirat, die operative Führung ging an einen externen Geschäftsführer über, der über Jahre mit der Familie gewachsen war. Dieses Modell trägt bis heute, weil die Familie es bewusst gewählt und nicht einfach den letzten verbliebenen Weg genommen hat.

In solchen Gesprächen passiert lange Zeit scheinbar wenig. Man sitzt zusammen, redet über Strukturen, über Zahlen, über mögliche Kandidaten. Irgendwann kippt das Gespräch dann fast immer. Bei dieser Familie war es der Satz eines der Geschwister, der sagte, er wolle nicht der Geschäftsführer sein, den man nehme, weil er den Namen trage. Von da an war das Gespräch ein anderes. Jetzt ging es nicht mehr darum, eine Lücke zu füllen. Die Familie wollte jemanden finden, dem sie zutraut, das Unternehmen zu führen, als wäre es seines. Den Wendepunkt erkennt man daran, dass die Familie aufhört, über Anforderungen zu sprechen, und beginnt, über Vertrauen zu sprechen.

III. Kapitel

Die Stewardship-Perspektive

In vielen Unternehmen folgt die Beziehung zwischen Eigentümern und externen Managern der Logik des Prinzipal-Agenten-Modells. Der Manager gilt als potenziell opportunistisch, der Eigentümer als kontrollierend, und die Beziehung wird über Anreize und Kontrollmechanismen geregelt. In Familienunternehmen ist diese Sichtweise nie heimisch geworden. Sie widerspricht ihrem Selbstverständnis und der Art, wie hier Verantwortung gelebt wird.

An ihre Stelle tritt eine andere Logik, die der Stewardship. Sie geht davon aus, dass Eigentümer und Manager gemeinsame Ziele verfolgen können, dass Vertrauen weiter trägt als Kontrolle und dass Führung in einem Familienunternehmen aus Verbundenheit erwächst. Ein Wahlmanager ist in diesem Verständnis kein bloßer Funktionär von außen. Er kennt die Geschichte und die Werte der Eigentümer und weiß, wo ihre Grenzen liegen. Ihm ist bewusst, dass seine Rolle insbesondere kulturell und persönlich getragen wird.

Ein Wahlmanager ist kein Externer. Er ist ein Vertrauter der Eigentümer.

Viele Wahlmanager berichten, dass die Zusammenarbeit mit einer professionellen Unternehmerfamilie zu den erfüllendsten Erfahrungen ihrer Laufbahn gehört. Sie schätzen die Langfristigkeit, die persönliche Nähe und die Möglichkeit, unternehmerischer zu handeln statt nur zu verwalten. In Gesprächen mit familienexternen Top-Führungskräften zeigt sich dasselbe Bild: Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eigentümern ist für ihre persönliche Zufriedenheit oft wichtiger als die formalen Konditionen. Dieselben Führungskräfte kennen aber auch die Risiken. Fehlende Klarheit, ungelöste Konflikte in der Familie oder eine Integration, die nach der Vertragsunterschrift abbricht, können eine an sich tragfähige Besetzung zum Scheitern bringen. Die besten Wahlmanager nehmen diese Komplexität an. Sie gehört für sie zur Aufgabe.

IV. Kapitel

Was erfahrene Kandidaten wirklich prüfen

Erfahrene Führungskräfte, die für ein Familienunternehmen infrage kommen, sind selten aktiv auf der Suche. Sie müssen gewonnen werden. Und bevor sie sich überzeugen lassen, prüfen sie sehr genau, ob ein Unternehmen die Bedingungen erfüllt, unter denen sie wirken können. Dabei zählen selten Paket oder Titel. Wichtiger ist die strukturelle Realität des Unternehmens. Sie fragen, wie einig sich die Eigentümer sind, wie die Governance im Alltag funktioniert und wie viel Nähe zur Familie die Rolle verlangt und verträgt.

Diese Fragen sind kein Ausdruck übertriebener Vorsicht. Hinter ihnen steht Erfahrung. Wer einmal erlebt hat, wie eine ungeklärte Rolle eine Laufbahn belastet, erkennt früh, wenn Eigentümer uneinig sind oder wenn die gelebte Governance von ihrer formalen Beschreibung abweicht. Solche Kandidaten ziehen sich dann zurück, oft ohne es auszusprechen.

Ein erfahrener CFO mit internationalem Hintergrund wurde für eine mittelständische Unternehmensgruppe angesprochen. Die Rolle war attraktiv, das Unternehmen profitabel, die Eigentümerfamilie sympathisch. Im zweiten Gespräch stellte er eine einzige Frage. Welche Investitionsentscheidungen er eigenständig treffen könne. Die Antwort kam zögernd und ausweichend, mit dem Hinweis auf Abstimmung mit der Familie. Drei Wochen später sagte er ab. Ausschlaggebend war die ungeklärte Rolle, nicht das Unternehmen.

In dem Moment, in dem diese ausweichende Antwort fiel, war die Absage absehbar. Die Familie war auf die Frage nicht vorbereitet war. Ein Kandidat dieser Erfahrungsstufe hört in einem Zögern mehr als in jeder Hochglanzbroschüre. Er hatte verstanden, dass die Familie sich diese Frage selbst noch nie gestellt hatte. Im Gespräch mit den Eigentümern danach ging es dann um sie selbst und um die Entscheidungen, die sie abgeben wollen. Im Raum wurde es still. Mit dieser Stille fing die Klärung erst an. Die Suche wurde unterbrochen und zuerst geklärt, was die Rolle umfasst. Den nächsten Kandidaten hat dieselbe Frage nicht mehr in Verlegenheit gebracht.

Die Frage im Wahlmanagement lautet nicht, wer der beste Kandidat ist, sondern wem eine Eigentümerfamilie ihr Lebenswerk anvertrauen kann.

V. Kapitel

Die Fallstricke

Wahlmanagement ist eine Chance und eine Verantwortung zugleich. Viele Besetzungen scheitern allerdings an den Voraussetzungen. Die häufigsten Fallstricke liegen im Unternehmen selbst.

Der erste ist fehlende Vorbereitung. Wahlmanagement braucht Zeit, Klarheit und eine sorgfältige Abstimmung innerhalb der Eigentümerfamilie. Es genügt nicht, ein Profil zu definieren und eine Suche zu starten. Die Eigentümer müssen sich über ihre Rollen und ihre Erwartungen einig sein, bevor jemand angesprochen wird. Wird diese Arbeit übersprungen, verlagert sie sich in die Zusammenarbeit, wo sie ungleich schwerer zu leisten ist.

Der zweite Fallstrick ist ein falsches Wirkprofil. Eine Führungspersönlichkeit passt nicht zu jeder Phase eines Unternehmens. Ein Unternehmen in der Transformation braucht eine andere Führung als eines in der Stabilisierung. Ein Wirkprofil muss die Phase abbilden, in der das Unternehmen steht, und nicht nur seine Struktur. Ein Anforderungsprofil bleibt notwendig, denn es beschreibt, was eine Führungskraft können muss. Es bildet aber nur das Können ab, nicht die Phase. Das Wirkprofil wird im Leadership Load Path angelegt und im Wahlmanagement geschärft; es fragt, welche Wirkung das Unternehmen jetzt braucht.

Der dritte und tiefste Fallstrick sind ungeklärte Konflikte in der Familie. Ein Wahlmanager kann sie nicht lösen. Wenn die Eigentümer uneinig sind, wird jede Führungspersönlichkeit zwischen ihren Interessen zerrieben, gleich wie gut sie ist. Wahlmanagement setzt voraus, dass eine Familie ihre eigenen Konflikte klärt, bevor sie eine Führung auswählt. Wer diese Reihenfolge umdreht, macht die neue Führungskraft zur Projektionsfläche für einen Streit, der nicht ihrer ist. Mancher hervorragende Geschäftsführer geht nach achtzehn Monaten, weil ihn zwei Gesellschafterstämme abwechselnd so lange für ihre Position vereinnahmten, bis er für beide unglaubwürdig wird.

VI. Kapitel

Was erfolgreiche Besetzungen tragen

Im Mittelpunkt des Wahlmanagements steht nicht das Profil, sondern die Passung. Diese Passung ist strukturell, nicht romantisch. Sie entsteht, wenn Werte und Erwartungen zueinander
passen, wenn Vertrauen möglich ist und wenn beide Seiten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Was eine Besetzung über Jahre trägt, sind wenige Bedingungen. Es braucht zunächst Rollenklarheit, ein gemeinsames Verständnis darüber, wer welche Entscheidungen trifft, formal wie faktisch. Dazu kommt Regelkonsistenz, damit die Spielregeln der Zusammenarbeit für beide Seiten gelten und nicht je nach Situation neu verhandelt werden. Entscheidend ist außerdem eine Führungspersönlichkeit, die Menschen führt und nicht nur Prozesse steuert und die Vertrauen schafft, bevor sie Strukturen verändert. Und schließlich zählt Charakter, also Intelligenz, Initiative und Integrität, die sich im Alltag zeigen und nicht im Bewerbungsgespräch.

Diese Bedingungen wirken nur zusammen. Ein starker Wahlmanager scheitert in einer schwachen Governance. Umgekehrt bringt eine klare Governance das Unternehmen nicht voran, wenn der passende Wahlmanager fehlt. Auch der sorgfältigste Auswahlprozess verankert eine Besetzung nicht, wenn die ersten Monate danach sich selbst überlassen bleiben.

VII. Kapitel

Zwei Situationen aus der Praxis

Wahlmanagement zeigt sich am deutlichsten in konkreten Situationen, in denen klassische Suche scheitert oder gar nicht erst beginnen sollte.

Zwei Cousins führten als Gesellschafter gemeinsam eine Unternehmensgruppe und suchten einen neuen CEO. Formal waren sie sich einig. Im Klärungsprozess zeigte sich, dass die eine Seite Expansion und neue Märkte wollte, die andere Konsolidierung und Tempo herausnehmen. Beide Haltungen waren legitim, aber sie ergaben zwei unvereinbare Wirkprofile, die kein Kandidat zugleich bedienen konnte. Erst als die beiden ihre persönlichen Ziele mit einer gemeinsamen Strategie in Deckung brachten, entstand ein tragfähiges Wirkprofil. Dann gelang die Besetzung rasch.

Ein Technologieunternehmen suchte einen neuen Geschäftsführer. Drei Kandidaten kamen in die engere Wahl, fachlich gleichwertig und persönlich verschieden. Einer von ihnen stellte in jedem Gespräch zuerst Fragen. Er wollte die Geschichte des Unternehmens verstehen und die ungeschriebenen Regeln, nach denen es funktionierte. Er wollte verstehen, bevor er überzeugte. Diese Haltung gab den Ausschlag. Er überzeugt in der Position seit über fünf Jahren.

VIII. Kapitel

Die unterschätzte Integration

Von allen Phasen des Wahlmanagements wird die Integration am häufigsten unterschätzt. Ihre Bedeutung ist bekannt. Nur bindet der Suchprozess so viel Energie. dass nach der Vertragsunterschrift eine Art Erschöpfung eintritt. Man hat gefunden, entschieden und unterzeichnet. Allerdings beginnt die eigentliche Arbeit erst jetzt.

Die neue Führungskraft tritt in ein System ein, das sie kennt, aber noch nicht erlebt hat. Das Organigramm liegt vor, nicht aber die Dynamik zwischen Eigentümer und Beirat. Sie versteht die Aufgabe, aber noch nicht die Momente, in denen die Entscheidungen fallen. Diese Momente kann kein Auswahlprozess vermitteln. Sie zeigen sich erst im Vollzug.

Integration bedeutet, diese ersten Monate aktiv zu gestalten und zu begleiten. Erwartungen werden früh und ausdrücklich geklärt, erste Spannungen werden benannt, bevor sie sich verfestigen, und die Eigentümerfamilie stellt sich sichtbar hinter die neue Führung. Vor allem entsteht ein Raum, in dem die neue Führungskraft Fragen stellen kann, auch die, die sie sich während des Suchprozesses nicht zu stellen getraut hätte.

Ein neuer Geschäftsführer übernahm ein mittelständisches Familienunternehmen. Die ersten sechzig Tage verliefen reibungslos. Im dritten Monat entstanden Spannungen in Bezug auf die Kommunikation. Der Gesellschafter fühlte sich nicht ausreichend informiert, der Geschäftsführer fühlte sich kontrolliert. Beide Wahrnehmungen waren nachvollziehbar, keine war böswillig. Ein frühes Integrationsgespräch, in dem die Erwartungen an die Kommunikation ausgesprochen wurden, löste die Spannung, bevor sie zum Konflikt wurde. Solche Gespräche sind kein Zeichen von Schwäche. Sie gehören zu einem Prozess, der ernst genommen wird.

IX. Kapitel

Wahlmanagement als Haltung

Wahlmanagement ist mehr als ein Prozess, es ist eine Haltung. Führung wird in diesem Verständnis nicht rekrutiert, sondern ausgewählt. Verantwortung bleibt nicht allein bei den Eigentümern und geht auch nicht vollständig auf die Führung über. Die Beziehung ist dann keine Transaktion, sondern ein Vertrauensverhältnis mit unternehmerischer Tragweite.

Der Unterschied zwischen Wahlmanagement und klassischer Executive Search liegt in der Reihenfolge der Fragen und nicht in den Werkzeugen. Die klassische Suche beginnt bei der Person und fragt, wer infrage kommt. Der Leadership Load Path stellt die Frage davor und prüft, ob das System überhaupt bereit ist für eine neue Führung. Wahlmanagement schließt daran an und beantwortet, wie richtig besetzt wird. Das klingt nach einem feinen Unterschied. In der Praxis ist es ein grundlegender.

Ein Gesellschafter fragte in einem ersten Gespräch, wie schnell sich jemand präsentieren lasse. Die Antwort: Suchen lässt sich schnell, aber zuerst muss klar sein, was gesucht wird, nicht nur beschrieben. Das überraschte ihn. Monate später hatte das Unternehmen neben einem neuen Geschäftsführer auch ein klareres Bild seiner eigenen Eigentümerrolle, seiner Governance und seiner Erwartungen. Die Besetzung trägt.

Wahlmanagement ist kein besserer Suchprozess, sondern eine andere Art, über Führung nachzudenken.

X. Kapitel

Und jetzt?

Eigentümer, die Wahlmanagement ernst nehmen, bereiten sich auf die Suche vor, statt die Vorbereitung zu überspringen. Sie klären ihre eigene Rolle, bevor sie eine andere definieren, und sie sprechen über Erwartungen, ehe diese enttäuscht werden. Sie investieren in die Integration, weil sie wissen, dass der Vertragsabschluss der Beginn der eigentlichen Arbeit ist.

Die Frage, die am Anfang stand, ist keine akademische, sondern eine praktische. Sie wird in den kommenden Jahren dringlicher, weil die Generationen wechseln, die Governance-Strukturen komplexer werden und die Kandidaten selektiver. In diesem Umfeld ist Wahlmanagement nicht nur ein besserer Ansatz, sondern der verantwortbare Weg für Besetzungen, die zählen.

Am Ende steht keine Methode, sondern eine Frage, die sich kein Eigentümer abnehmen lassen kann. Wem traue ich zu, mein Unternehmen zu führen, als wäre es seines? Wer darauf eine Antwort hat, sucht keinen Geschäftsführer mehr. Er wählt einen.

Quellen und Hintergründe:
Der Leadership Load Path ist ein von Marc Konieczny entwickeltes Modell, das mehr als ein Jahrzehnt Praxis in der Begleitung von Topbesetzungen in Familienunternehmen verdichtet. Der Begriff Wahlmanagement geht zurück auf: Marc Konieczny und Marc Viebahn, Wahlmanagement gewinnt – Passgenaue Führung für Familienunternehmen, Campus Verlag, Frankfurt 2022. Stewardship bezeichnet in der Managementforschung eine Haltung, in der Führungskräfte die Interessen der Eigentümer als ihre eigenen verstehen und danach handeln. Die theoretische Grundlage wurde maßgeblich von Davis, Schoorman und Donaldson entwickelt (Davis, J.H. / Schoorman, F.D. / Donaldson, L.: Toward a Stewardship Theory of Management, Academy of Management Review, 1997). Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept im Kontext von Familienunternehmen weiterentwickelt und durch den Kodex der Unternehmensleitung von Familien- und Stiftungsunternehmen (2021) in einen praxisorientierten Rahmen überführt. Weitere Informationen unter www.stewardship-kodex.de.

Die Beispiele in diesem Text sind anonymisiert und verallgemeinert. Sie illustrieren typische Muster aus der Praxis und bilden keine konkreten Einzelfälle ab.

Marc Konieczny
Geschäftsführer TENAXIS GmbH & Co. KG

Marc Konieczny arbeitet mit Menschen, die Verantwortung tragen und mit Unternehmen, in denen Führungsentscheidungen weit über eine einzelne Position hinauswirken.

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